Was tun? 

Etwa 15% aller Kraftfahrzeuge  in Deutschland sind innerhalb eines Jahres an einem Stra�enverkehrsunfall  beteiligt. Das hei�t, dass Sie als Verkehrsteilnehmer jederzeit in einen Unfall verwickelt werden k�nnen. Doch was tun, wenn es zum Unfall gekommen ist? Die Erfahrung zeigt, dass viele Autofahrer nicht wissen, welche Pflichten und Rechte sie bei einem Verkehrsunfall haben.

Was genau ist zu tun? Zuallererst: Unfallstelle absichern, erst danach Verletzten Erste Hilfe leisten. Das sollte selbstverst�ndlich sein.

Notieren Sie Name und Anschrift des Unfallgegners, des Fahrzeughalters und das amtliche Kennzeichen. Seit einiger Zeit geben viele Haftpflichtversicherer  K�rtchen zur Weitergabe an den Unfallgegner aus, die Angaben zur Versicherung, dem Halter und dem Kraftfahrzeug enthalten. Wenn Sie ein solches K�rtchen besitzen, h�ndigen Sie es bitte dem Unfallgegner  aus, auch wenn Sie der Meinung sind, den Unfall nicht verursacht zu  haben. Geben Sie kein ausdr�ckliches Schuldeingest�ndnis ab.

Machen Sie Fotos vom Unfallort, dem Schaden an Ihrem Fahrzeug und dem Schaden am Fahrzeug des Unfallgegners. So sch�tzen Sie sich gegen Versicherungsbetrug durch provozierte Unf�lle mit vorgesch�digten Fahrzeugen,  denn es wird angenommern, dass ein nicht unerheblicher Anteil aller  Unf�lle fingiert ist. Ein einfacher Fotoapparat mit Blitz und Farbfilm,  der immer im Auto deponiert bleiben sollte, gen�gt bereits.

Halten Sie die Namen und die Anschrift der Zeugen fest.

Sie erhalten ein Unfallaufnahmeformular von Ihrer Haftpflichtversicherung. Ein solches Formular sollten Sie am besten im Auto bereit liegen haben, um es bei  einem Unfall gleich auszuf�llen. Haben Sie die Vermutung, einem Versicherungsbetrug zum Opfer zu falllen, liegt ein gr��erer  Schaden vor oder wurden Personen verletzt, sollte unbedingt die Polizei eingeschaltet werden.

Melden Sie unabh�ngig  von der Verschuldensfrage den Unfall Ihrer Haftpflichtversicherung. Sie k�nnen Ihrer Meldepflicht �ber den Zentralruf der Autoversicherer nachkommen.

Wenn Sie der Verursacher des Unfalles sind, erledigt alles weitere Ihre Haftpflichtversicherung.  Machen Sie sich keine �bertriebene Sorge um Ihren Schadensfreiheitsrabatt. Die Versicherung teilt Ihnen nach der Regulierung mit, wie hoch die  Schadensersatzzahlungen waren. Bei einer geringen Schadenssumme k�nnen Sie den Betrag an Ihre Versicherung zur�ckzahlen und gef�hrden auf diese Weise Ihren Rabatt nicht. Wenn Sie Kasko-versichert sind, melden Sie den Unfall auch Ihrer Kasko-Versicherung.

Wenn Sie den Unfall  nicht verschuldet haben, m�ssen Sie mehr M�he aufwenden. Beachten  Sie, dass Sie dem Unfallgegner und seiner Versicherung gegen�ber verpflichtet sind, den entstandenen Schaden nachzuweisen. Lassen Sie  sich Ihre Beweispflicht keinesfalls durch einen Mitarbeiter der gegnerischen Versicherung abnehmen! Wenn es sich nicht um einen Bagatellschaden  handelt, sollten Sie unbedingt einen freien und unabh�ngigen KFZ-Sachverst�ndigen beauftragen. Er stellt den Schaden und die Schadensh�he fest, auch  wenn das Fahrzeug bereits von einem Versicherungsmitarbeiter besichtigt worden ist. Die Kosten f�r den Sachverst�ndigen hat �  au�er bei Bagatellsch�den � die gegnerische Versicherung  zu tragen. Einen KFZ-Sachverst�ndigen in Ihrer N�he finden Sie z.B. in den "Gelben Seiten" oder in ihrem �rtlichen  Telefonbuch..

Nur auf diese Weise  k�nnen Sie sicher gehen, dass Ihre Anspr�che gewahrt bleiben, was einen angemessenen Reparaturumfang, eventueller Wertminderung und die Nutzungsausfallentsch�digung betrifft.

Bei unklarer Schuldfrage sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten und  einen KFZ-Sachverst�ndigen mit der Unfallrekonstruktion beauftragen, um festzustellen, wer den Unfall verursacht hat. Vor allem wenn Sie keine Erfahrung mit der Abwicklung Ihres Schadens haben, sollten Sie sich unbedingt an einen Rechtsanwalt wenden und sich nicht einfach darauf verlassen, dass die gegnerische Versicherung den  Schaden korrekt abwickeln wird. Die Kosten f�r einen Rechtsanwalt geh�ren mit zu dem Schaden, den die Versicherung des Unfallverursachers  zu zahlen hat.

Viele � auch namhafte � Versicherungen gehen verst�rkt dazu �ber,  alles zu tun, um Sachverst�ndige und Anw�lte aus der Schadensregulierung  herauszuhalten, um den Schaden f�r die Versicherung so klein wie  m�glich zu halten. In diesem Falle werden oft nicht alle m�glichen  Anspr�che gedeckt. Au�erdem sollten Sie nicht darauf vertrauen, dass Ihnen Ihre Werkstatt hilfreich und uneigenn�tzig zur Seite  steht, da die Versicherungen immer h�ufiger Vertr�ge mit den Werkst�tten abschlie�en, die gegen Pr�mie die Werkst�tten  verpflichten, keinen freien und unabh�ngigen Sachverst�ndigen  mit der Begutachtung zu beauftragen, sondern einen Beauftragten der  jeweiligen Versicherung zu informieren. Es ist nicht mehr gew�hrleistet, dass Ihr Fahrzeug sachgerecht instand gesetzt wird.

Wird also Ihr Fahrzeug nach einem Unfall direkt in eine Werkstatt abgeschleppt, bestehen Sie auf einen von Ihnen selbst gew�hlten Sachverst�ndigen,  wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihr Schaden auch wirklich vollst�ndig behoben wird und Sie auch Nutzungsausfallentsch�digung und einen Ausgleich der Wertminderung erhalten.

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Zentralruf der Autoversicherer:
0800 - 25 026 00

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